Unser Gesprächsthema 2025
Avoided Emissions - wie können sie valide berechnet werden?
Im Rahmen des Circular Transformation Talks wird unsere Kurzstudie mit dem Titel Avoided Emissions – Vermiedene Emissionen methodisch erfassen: Ein Vorschlag für Unternehmen der Kreislaufwirtschaft, welche wir in Zusammenarbeit mit dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH entwickelt haben, von Frau Prof. Kathrin Greiff (RWTH Aachen) analysiert und kontextualisiert.
Im anschließenden Gespräch wird über die nächsten Schritte und Steuerungsinstrumente zur Implementierung und Anwendung dieser Kennzahl "Avoided Emissions" diskutiert.
Unsere Speaker auf dem Circular Transformation Talk
Avoided Emissions: Der neue Pragmatismus im Klimaschutz
Die Kreislaufwirtschaft ist ein zentraler Hebel der nachhaltigen Transformation – ihr Klimanutzen bleibt im etablierten Reporting jedoch oft unsichtbar.
Standards wie das GHG Protocol erfassen die CO₂-Emissionen eines Unternehmens (Scope 1–3) und bilden ein unverzichtbares Fundament: Sie schaffen Transparenz, Vergleichbarkeit und Verantwortlichkeit.
Unser Ansatz ergänzt diese Perspektive. Denn Klimaschutz hat zwei Seiten: Neben der Reduktion eigener Emissionen braucht es eine Kennzahl für Unternehmen, deren Produkte den CO₂-Ausstoß an anderer Stelle senken.
Diesen Klimanutzen zirkulärer Lösungen wollen wir mit der Kennzahl "Avoided Emissions" sichtbar und steuerbar machen.
Die Grundprinzipien unserer Methodik
Kausalität – Zuordnung von Lasten und Nutzen
Die vermiedenen Emissionen müssen eindeutig auf die Lösung zurückzuführen sein.
Zusätzlichkeit – Vermeidung von Doppelzählung
Klar definieren, wem die Emissionsvermeidung zugerechnet wird – keine Mehrfachanrechnung.
Differenzierung – Unterscheidung nach direkter und indirekter Beeinflussung
Analog der Logik von Scope 1 und 3.
Klare Systemgrenzen – Differenzierung nach Geschäftsbereichen
Beispielsweise werkstoffliche oder thermische Verwertung.
Der partizipative Entwicklungsprozess unserer Methodik
Avoided Emissions – Vermiedene Emissionen methodisch erfassen: Ein Vorschlag für Unternehmen der Kreislaufwirtschaft
Eine Kurzstudie des ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH im Auftrag der PreZero Stiftung & Co. KG
Den Klimanutzen kreislaufwirtschaftlicher Produkte in den Blick nehmen
Voraushandeln
Wir wollen voraushandeln und die Positiv-Wirkung von Kreislaufwirtschaft messbar machen.
Nachhaltigkeits-Steuerung
Messbarkeit führt zu Steuerbarkeit und Steuerbarkeit führt zu Wettbewerb. So werden Unternehmen motiviert, nachhaltigere – also Emissionen vermeidende – Produkte und Services zu entwickeln.
Positives Signal senden
Wir wollen anhand der wissenschaftlich entwickelten Kennzahl Avoided Emissions diejenigen hervorheben, die zur nachhaltigen Transformation beitragen.
Der Circular Transformation Talk 2024 als erster Impuls
Das war unser Thema
Circular Economy - Wie messen wir den Beitrag der Kreislaufwirtschaft zur nachhaltigen Transformation?
Die Kreislaufwirtschaft trägt zu nachhaltiger Transformation bei.
Aber wie wird dieser Beitrag in belastbaren und vergleichbaren Zahlen sichtbar? Welche Anforderungen sind an Methodik und Transparenz zu stellen? Wie ermitteln wir eine Kennzahl, die das bestehende Bilanzierungssystem ergänzt?
Unsere Highlights
Jetzt den Circular Transformation Talk 2024 anschauen.
Bildquelle: Christian Koester | DNP 2024
Das waren unsere Speaker beim Circular Transformation Talk
Carsten Dülfer
CEO PreZero Deutschland
Heike Vesper
Vorständin für Transformation Politik und Wirtschaft, WWF Deutschland
Axel Berger
Chief Sustainability Officer Franz Haniel & Cie. GmbH
Benedikt Kauertz
Scientific Director Industry & Products, Institut für Energie und Umwelt Heidelberg
Wissenschaftlicher Impulsbeitrag
Dr. Günther Bachmann
Moderation